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Fu Manchu
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Dr. Fu Manchu, auch Fu Man Chu, ist die Hauptfigur der gleichnamigen Roman-Reihe des britischen Autors Sax Rohmer (1883β1959) sowie deren zahlreicher Verfilmungen.
Contents
β’ Romane
β’ Verfilmungen
β’ Kritik
β’ Weblinks
β’ Einzelnachweise
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Romane
Sax Rohmer schrieb insgesamt 13 Romane mit Dr. Fu Man Chu als Hauptfigur. Der schurkische BΓΆsewicht Fu Man Chu versucht immer wieder, die Weltherrschaft an sich zu reiΓen, was sein ewiger Gegenspieler, Inspektor Nayland Smith von Scotland Yard, jedes Mal verhindert. Fu Man Chu bedient sich bei seinen mΓΆrderischen PlΓ€nen obskurer Methoden. Er verachtet Gewehre oder Bomben, bevorzugt hingegen Thuggees und Mitglieder weiterer Geheimgesellschaften als seine Agenten, benutzt dazu auch gerne Pythons, Kobras, Giftpilze oder Bacilli. Die Handlung spielt meist an exotischen Orten.
Die Romane entstanden zwischen 1913 und 1959 in folgender Reihenfolge:
β’ 1913: The Mystery of Dr. Fu Manchu/The Insidious Dr. Fu Manchu
β’ 1916: The Devil Doctor/The Return of Dr. Fu Manchu
β’ 1917: The Si-Fan Mysteries/The Hand of Dr. Fu Manchu
β’ 1931: The Daughter of Fu Manchu
β’ 1932: The Mask of Fu Manchu
β’ 1933: Fu Manchu's Bride (The Bride of Fu Manchu)
β’ 1934: The Trail of Fu Manchu
β’ 1936: President Fu Manchu
β’ 1939: The Drums of Fu Manchu
β’ 1941: The Island of Fu Manchu
β’ 1948: Shadow of Fu Manchu
β’ 1957: Re-Enter Fu Manchu
β’ 1959: Emperor Fu Manchu
Verfilmungen
Die Romane eigneten sich gut fΓΌr Verfilmungen. Bereits zwischen 1921 und 1932 gab es eine erste Serie von Filmen ΓΌber Dr. Fu Man Chu. Der erste Darsteller des Schurken war Warner Oland (der spΓ€ter noch grΓΆΓere BerΓΌhmtheit erlangte als Detektiv Charlie Chan), der ihn in drei frΓΌhen Tonfilmen spielte: The Mysterious Dr. Fu Manchu (1929), The Return of Dr. Fu Manchu (1930) und Daughter of the Dragon (1931). Boris Karloff spielte die Figur dann 1932 in Die Maske des Fu-Manchu. Ein Kinoserial griff die Figur in den 1940er-Jahren ebenfalls auf in Drums of Fu Manchu und Mitte der 1950er-Jahre erfolgte eine kurzlebige Fernsehserie unter dem Titel The Adventures of Fu Manchu.
Wiederbelebt wurde Fu Manchu nach dem Tod Sax Rohmers dann in den 1960er-Jahren in zahlreichen, qualitativ sehr unterschiedlichen Kinofilmen in Ich, Dr. Fu Man Chu (1965), Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu (1966), Die Rache des Dr. Fu Man Chu (1967), Der Todeskuss des Dr. Fu Man Chu (1968) und Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu (1969), alle mit Christopher Lee als die Hauptfigur, Tsai Chin als seine Tochter Lin Tang und Howard Marion-Crawford als Dr. Petrie, den Freund seines Gegenspielers Nayland Smith. Diese Filme wurden alle von Harry Alan Towers produziert, der auch die DrehbΓΌcher schrieb. Peter Sellers ΓΌbernahm 1980 diese Rolle als eines seiner letzten Engagements, bevor er ΓΌberraschend starb. 2008 wurde Fu Man Chu in Rob Zombies Trailer zu dem fiktiven Film Werewolf Women of the SS, der im Rahmen von Quentin Tarantinos und Robert Rodriguezβ Film-Projekt Grindhouse entstand, von Nicolas Cage verkΓΆrpert.
Filme:
β’ 1929: Der geheimnisvolle Dr. Fu Man Chu
β’ 1930: Die RΓΌckkehr des Dr. Fu Man Chu
β’ 1931: Die Tochter des Dr. Fu Man Chu
β’ 1932: Die Maske des Fu-Manchu
β’ 1940: Dr. Fu Manchu β Teil 1/2
β’ 1943: Dr. Fu Manchu β Teil 2/2
β’ 1965: Ich, Dr. Fu Man Chu
β’ 1966: Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu
β’ 1967: Die Rache des Dr. Fu Man Chu
β’ 1968: Der Todeskuss des Dr. Fu Man Chu
β’ 1969: Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu
β’ 1980: Das boshafte Spiel des Dr. Fu Man Chu
Sonstige Verwendungen des Namens
β’ Der ZauberkΓΌnstler David Bamberg benutzte von 1929 an bis zu seinem Tod 1974 den BΓΌhnennamen Fu Manchu. In den 1940er Jahren drehte er als gleichnamige Filmfigur sechs mexikanische Filme.
β’ Die Stonerrock-Band βFu Manchuβ benannte sich nach der Figur Dr. Fu Man Chu.
β’ Der deutsche Rapper Johannes Schroth tritt unter dem KΓΌnstlernamen Fumanschu auf.
β’ In der HΓΆrspielreihe Professor van Dusen tritt der Amateurkriminologe van Dusen in einem HΓΆrspiel und der entsprechenden Comic-Adaptioncite-ref-1[1] gegen βDoktor Tschu Man Fuβ an, der namentlich und hinsichtlich seines Charakters eine gewollt starke Γhnlichkeit mit Fu Manchu aufweist.
β’ In Dr. Mabuse, der Spieler (1922) nutzt Dr. Mabuse diesen Namen als Codewort in einer Hypnose-Session.
β’ Der deutsche Titel des US-amerikanischen Spielfilms G-Men vs. The Black Dragon von William Witney aus dem Jahr 1943 lautet Haruschi, Sohn des Dr. Fu Man Chu.
Kritik
Die Geschichten um die Figur haben zu Kritik an der Darstellung von Chinesen bzw. Asiaten gefΓΌhrt. So gab es im Jahr 1932 eine offizielle Beschwerde der chinesischen Botschaft in Washington, D.C., als der Film The Mask of Fu Manchu herauskam. Nach der Serie von Republic Pictures hat man fΓΌr die Dauer des Zweiten Weltkrieges solche Filme ausgesetzt: China war ein VerbΓΌndeter gegen Japan. Auch spΓ€ter kam es zu Kritik, zum Beispiel im Jahr 2013, als General Motors in einer Reklame sich mit The Land of Fu Manchu auf China bezog.
Weblinks
Commons
: Fu Manchu
β Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
β’ The Page of Fu Manchu (englisch)
β’ The Insidious Dr. Fu Manchu von Sax Rohmer (Project Gutenberg, Englisch)
β’ The Return of Dr. Fu Manchu von Sax Rohmer (Project Gutenberg, Englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. β Hinweis zur Comic-Adaption Professor van Dusen, Band 6, www.profvandusen.com, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).